Es ist ein Rückschritt. Brüssel hat gerade eine seiner symbolträchtigsten Maßnahmen gegen die Wegwerfkultur rückgängig gemacht. Diese im Jahr 2022 angekündigte Verpflichtung sollte Teil eines umfassenderen Kampfes für Nachhaltigkeit und gegen Obsoleszenz sein und gleichzeitig Europas strategische Autonomie bei kritischen Metallen wie Lithium stärken. Aber die technische Realität hat eindeutig die Oberhand über den politischen Ehrgeiz gewonnen, zum großen Entsetzen der Verteidiger des Rechts auf Reparatur.

Was sind die genauen Gründe für diese Kehrtwende?

Warum diese plötzliche Kehrtwende? Die Europäische Kommission hat zwei massive Argumente vorgebracht, die direkt aus Konsultationen mit Herstellern hervorgegangen sind. Das erste ist ein Sicherheitsproblem. Die extreme Miniaturisierung vernetzter Uhren und andere Tracker machen den Batteriewechsel durch einen Laien nicht nur schwierig, sondern potenziell gefährlich. Das Risiko einer „Beschädigung oder Perforation“ der Lithiumbatterie, einer Komponente, die bei Kontakt mit Luft bekanntermaßen entzündlich ist, wurde als zu groß angesehen ignoriert werden.

Der zweite, ebenso entscheidende Punkt ist die Wasserdichtigkeit.. Eine Uhr, die Sie unter der Dusche oder im Schwimmbad begleiten soll, würde nach dem Öffnen durch einen Laien sofort ihre Wasserdichtheitszertifizierung (IP-Schutzindex) verlieren. Der Erhalt dieser zum Marktstandard gewordenen Eigenschaft war daher von großer Bedeutung im Gleichgewicht.

Welche Geräte bleiben von diesem Gesetz betroffen?

Wer muss also noch den Forderungen aus Brüssel nachkommen? Smartphones und Tablets. Sie bleiben gut im Visier der Vorschriften zu austauschbaren Batterien. Aber seien Sie vorsichtig, der Teufel steckt im Detail. Der Text sieht eine erhebliche Ausnahmeregelung vor für High-End-Geräte, die strenge Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

Konkret: Wenn ein Smartphone garantiert, dass sein Akku nach 1.000 vollständigen Ladezyklen noch mindestens 80 % seiner Kapazität behält und dass es mindestens über eine Wasserdichtigkeitszertifizierung nach IP67 verfügt, kann es seinen Akku versiegelt halten. Apple kann also ruhig schlafenSeine aktuellen iPhones erfüllen diese Bedingungen bereits. Die eigentliche Herausforderung wird daher eher bei den Mittelklasseherstellern liegen, die entweder die Lebensdauer ihrer Batterien verbessern oder ihr Design komplett überarbeiten müssen.

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Bedeutet diese Entscheidung das Ende der ökologischen Ambitionen der EU?

Man muss zugeben, die Pille ist bitter. Das ursprüngliche Projekt zielte darauf ab, der geplanten Obsoleszenz einen Schlag zu versetzen. Die Idee war einfach: Ein Gerät, das mehrere Hundert Euro kostet und immer noch einwandfrei funktioniert, nicht mehr wegwerfen zu müssen, nur weil der Akku leer ist. Es war auch eine Frage der Souveränität Major, der das Recycling von Lithium, Nickel und Kobalt direkt auf europäischem Boden fördern soll.

Indem wir einem ganzen Bereich der Unterhaltungselektronik, der Europäischen Union, nachgeben stellt einen Präzedenzfall dar, der sich als gefährlich erweisen könnte. Nichts hindert andere Produktkategorien daran, von morgen wiederum das Argument der technischen Komplexität ins Feld zu führen oder die Fragilität ihres Vorhabens, ihre eigene Befreiung zu beanspruchen.

Xiaomi Watch S5 46mm (4)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Muss mein iPhone im Jahr 2027 einen austauschbaren Akku haben?

Moderne iPhones profitieren von einer in der europäischen Verordnung vorgesehenen Ausnahme. Da der Akku die Langlebigkeitskriterien erfüllt (mehr als 80 % Kapazität nach 1000 Zyklen) und die Geräte IP67 oder höher zertifiziert sind, muss Apple sein Design nicht ändern, um eine Batteriezugangsklappe zu integrieren.

Was ist das Hauptrisiko bei Lithiumbatterien?

Die Hauptgefahr besteht in der Brandgefahr. Lithium ist ein Material, das sich spontan entzündet, wenn es Luft ausgesetzt wird. Eine Perforation des Batteriegehäuses bei der Handhabung durch einen Laien kann daher eine heftige chemische Reaktion auslösen und einen Brand auslösen.

Ist diese Ausnahme für Uhren endgültig?

Diese Ausnahme ist vorerst registriert. Allerdings werden europäische Vorschriften häufig neu bewertet. Sollten in Zukunft technische Lösungen entstehen, die einen sicheren und wasserdichten Austausch durch die Nutzer ermöglichen, ist es nicht ausgeschlossen, dass die Kommission ihre Position in einigen Jahren überprüft.