Nach Querinformationen des sehr zuverlässigen Mark Gurman (Bloomberg) und Entdeckungen im macOS-Code arbeitet das Unternehmen aus Cupertino Berichten zufolge intensiv an einem unerwarteten Projekt: proprietären Gamecontrollern.

Aber der eigentliche Clou ist nicht so sehr das Produkt, sondern seine Marke. Um den bereits gut gefüllten Markt für mobiles Gaming-Zubehör anzugehen, der von Playern wie Backbone oder SteelSeries dominiert wird, hat Apple sich entschieden würde halbmaskiert vorgehen.

Die Idee besteht tatsächlich darin, diese neue Produktpalette seiner Tochtergesellschaft Beats anzuvertrauenein Manöver, das viele strategische Fragen aufwirft.

Warum sollte Apple seine Gamecontroller der Marke Beats anvertrauen?

Durch die Vermarktung seiner Controller unter der Marke Beats vermarktet Apple könnte Produkte zu einem aggressiveren Preis anbietenunter Verwendung kostengünstigerer Materialien als diejenigen, die normalerweise mit dem Logo verbunden sind.

Dies würde es ermöglichen, ein breiteres Publikum zu erreichen, ohne das „Premium“-Image der Muttermarke zu verwässern. Dies wäre eine Möglichkeit, einen neuen Markt zu erobern, ohne Imagerisiken einzugehen.

Beats, vom Kopfhörer bis zum Gaming-Zubehör?

Die Marke Beats verfügt bereits über eine starke Legitimität in der Welt der Verbraucher- und Lifestyle-Accessoires. Es ist ein idealer Einstiegspunkt für ein funktionales Produkt wie einen Controller, der als Hochleistungswerkzeug, aber nicht unbedingt als Luxusartikel wahrgenommen werden muss.

Was verraten die Code-Leaks über diese zukünftigen Controller?

Die im macOS-Code entdeckten Referenzen sind ziemlich explizit. Sie listen zwei separate Modellkennungen auf: T6502 und T1057.

Diese Hardwareprofile beschreiben Controller, die mit Standardkomponenten ausgestattet sind: einem D-Pad (Richtungskreuz), Analogsticks, Triggern, haptischen Motoren für Vibrationen sowie „Home“- und „Menü“-Tasten.

Der Quellcode ist sehr detailliert, was darauf hindeutet, dass es sich um echte Produkte in der Entwicklung handelt. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Modellen scheint in den Bewegungssensoren zu liegen.

Das Modell T1057 würde einen Beschleunigungsmesser und ein Gyroskop integrierenwas Bewegungssteuerung ermöglicht, eine Funktion, die beim T6502 fehlt. Diese Unterscheidung könnte auf eine Aufwärtsbewegung hindeuten zwischen einer Standardversion und einer Pro-Version.

Obwohl diese Codezeilen später aus einer späteren Version von macOS entfernt wurden, ist ihr anfängliches Vorhandensein ein sehr starker Hinweis Markenabsichten.

Ist dieser Controller das fehlende Teil von Apples Gaming-Strategie?

Ein proprietärer Controller, auch unter einer anderen Marke, ist das fehlende Puzzleteil in Apples Gaming-Strategie. Bisher begnügte sich das Unternehmen damit, seine Geräte mit Controllern von Drittanbietern (MFi, PlayStation, Xbox) kompatibel zu machen.

Das Anbieten einer eigenen Hardwarelösung würde ein integrierteres Benutzererlebnis schaffen und für sein Ökosystem optimiert, vom iPhone bis zum Apple TV 4K, einschließlich des Mac.

Xiaomi Black Shark-Controller 02

Beispiel eines Clip-on-Controllers auf einem Smartphone

Dies wäre ein starkes Signal an Spieleentwickler. Durch Investitionen in Hardware ermutigt das Unternehmen aus Cupertino, immer anspruchsvollere Titel zu führenbekannt als AAA, auf seinen Plattformen.

Ein offizieller Controller könnte zum De-facto-Standard werdenwas die Entwicklung vereinfacht und ein konsistentes Spielerlebnis gewährleistet. Gekoppelt mit dem iPhone-Dienst und der wachsenden Leistung der Chips der A-Serie könnte dieses Zubehör die Geräte der Marke definitiv in echte tragbare Spielekonsolen verwandeln.

Wie werden diese Apple/Beats-Controller tatsächlich aussehen?

Bisher sind keine Designs durchgesickert. Basierend auf der Beats-Markenstrategie können wir jedoch ein eher Lifestyle-orientiertes und weniger minimalistisches Design als bei Apple-Produkten erwarten traditionell.

Wir können uns Materialien wie Kunststoff vorstellen Hohe Qualität, eine Palette heller und abwechslungsreicher Farben und eine Ergonomie, die für lange Gaming-Sessions ausgelegt ist. Das Projekt wird von Beats-Führungskräften betreut, die DNA der Marke wird zweifellos sehr präsent sein.

Das genaue Format bleibt die große Unbekannte. Handelt es sich hierbei um klassische Standalone-Controller oder um Modelle, die an beiden Seiten des iPhones befestigt werden können, wie eine Nintendo Switch oder der Backbone One?

Die zweite Option scheint für mobiles Gaming die wahrscheinlichste zu sein. Eines ist sicher: Die Ankunft des Unternehmens aus Cupertino in diesem Bereich wird alle Konkurrenten zwingen um ihr Exemplar zu überprüfen.