Eine technische Entdeckung in Version 27 von tvOS sorgte für Aufsehen. Die Entwickler haben eine Referenz namens „com.apple.campo“ identifiziert, bei der es sich um nichts anderes als den von Apple verwendeten internen Codenamen handelt für sein fortgeschrittenes Projekt zur künstlichen Intelligenz. Obwohl die entsprechende Anwendung derzeit deaktiviert ist und eine Fehlermeldung zurückgibt, ist ihre bloße Anwesenheit im System ein fast sicherer Indikator seines bevorstehenden Einsatzes. Diese Entdeckung beendet Spekulationen über das Fehlen von Apple TV und HomePod bei der offiziellen Präsentation der neuen KI im vergangenen Juni.

Wie bestätigen diese Hinweise Apples Strategie?

Diese Integration sei Teil der Vision einer „einzelnen Siri“ und auf allen Geräten einheitlich, wie ein Apple-Manager erklärte. Ziel ist es, ein reibungsloses Benutzererlebnis zu bieten, unabhängig davon, ob Sie mit dem Assistenten über ein iPhone, eine Apple Watch oder Ihren Fernseher interagieren. Das Erscheinen des Verweises auf Siri AI in tvOS 27 ist daher ein logischer Schritt, auch wenn das Unternehmen aus Cupertino zu diesem Punkt zunächst geschwiegen hatte, wohl weil die Funktionalität an die Hardware gekoppelt sein wird noch nicht angekündigt.

Für Wohnzimmergeräte wie Apple TV 4K und dem HomePod, die eine ähnliche Softwarebasis haben, wird dieser Fortschritt besonders erwartet. Es verspricht, den täglichen Gebrauch zu verändern, indem es kontextbezogenere Sprachbefehle und ein weitaus fortschrittlicheres Hausautomationsmanagement bietet. Der Assistent würde so zum Mittelpunkt werden des vernetzten Zuhauses laut Apple, ein führendes Verkaufsargument für zukünftige Produkte, die diesen Herbst vorgestellt werden sollen.

Warum wird dieser technologische Fortschritt in Europa blockiert?

Das Haupthindernis für diesen Einsatz ist rein rechtlicher Natur und ergibt sich aus dem Digital Markets Act (DMA).. Diese europäische Gesetzgebung verpflichtet Technologiegiganten, die als „Gatekeeper“ bezeichnet werden, die Interoperabilität ihrer Dienste mit denen ihrer Konkurrenten sicherzustellen. Für Apple würde das bedeuten, dass Assistenten von Drittanbietern potenziell umfassenden Zugriff auf die Daten und Funktionen des iPhones und damit auch anderer Geräte in seinem Ökosystem gewähren müssten. Diese Aussicht bereitet echte Kopfschmerzen Für ein Unternehmen, das den Schutz der Privatsphäre zu seinem Kernanliegen gemacht hat.

Apple gibt an, dass die Einhaltung dieser Anforderung die Sicherheit und den Datenschutz der Daten seiner Benutzer gefährden könnte. Die Europäische Kommission antwortet ihrerseits, dass dem Start in Europa nichts im Wege stehesofern die Regeln eingehalten werden. Dieser Dialog der Gehörlosen lässt die Verbraucher völlig verunsichern und befürchten, ein Gerät zu kaufen, ohne dessen künstliche Intelligenz nutzen zu könnenwas dennoch die größte Neuheit darstellt.

Homepod-Siri-Interaktion

Welche Zukunft haben europäische Nutzer?

Derzeit ist die Lage in einer Sackgasse. Apple und Brüssel schieben den Schwarzen Peter zu, die erste anklagende Verordnung Der zweite kritisierte das Unternehmen dafür, keine konkrete, gesetzeskonforme Lösung anzubieten. Apple hätte versucht, eine Zwischenarchitektur, den „Trusted System Agent“, vorzustellen, allerdings ohne vorher eine Garantie der Regulierungsbehörden einzuholen. Eine als zu riskant erachtete Investition von der Firma ohne klares grünes Licht.

Die Diskussionen gehen weiter, es wurde jedoch kein Zeitplan für eine mögliche Veröffentlichung vorgelegt. Das Thema geht über den einfachen Fall von Apple hinaus, denn es wird den Rahmen skizzieren, innerhalb dessen sich die gesamte KI in mobile Ökosysteme auf dem alten Kontinent integrieren muss.

Quelle :
9to5Mac