Google legt einen Gang höher. Anstatt einfach seine Kartenanwendung zu verfeinern, beschloss das Unternehmen Mountain View, sie durch die Integration seines Modells der künstlichen Intelligenz grundlegend zu überdenken. Haus, Zwillinge. Ziel ist es, ein Navigationsgerät in einen echten Reisebegleiter zu verwandeln. Dieses Update, das als das größte seit über einem Jahrzehnt gilt, führt zwei Funktionen ein, die die Art und Weise, wie wir eine Reise planen und einer Route folgen, radikal verändern sollen. Der Einsatz hat begonnen, aber Sie müssen sich in Europa noch gedulden.

Ist „Ask Maps“ nur eine weitere Spielerei?

Vergessen Sie starre Stichwortsuchen. Die neue Ask Maps-Funktion verwandelt die Anwendung in einen echten integrierten Chatbot. Das Prinzip? Sie stellen Fragen in natürlicher Sprache, egal wie komplex sie auch sein mögen. „Suchen Sie mir ein veganes Restaurant in der Nähe des Grand Canyon mit nahegelegenen Ladestationen und guten Dessertbewertungen.“ Dies ist die Art von Abfrage, die das Tool verarbeiten kann. Eine kleine Leistung. Um dies zu erreichen, greift die KI auf eine absolut riesige Datenbank zurück: mehr als 300 Millionen Orte und Beiträge von 500 Millionen Nutzern.

Aber die wahre Stärke dieser künstlichen Intelligenz liegt in seiner Fähigkeit, aus Ihren Gewohnheiten zu lernen. Der Assistent personalisiert seine Antworten basierend auf Ihrem Verlauf, um seine Vorschläge zu verfeinern. Auf dem Papier ist das Versprechen immens: Schluss mit endloser Recherche und dem Durchforsten von Kommentaren. Es bleibt abzuwarten, ob KI werden wirklich wissen, wie man das seltene Juwel findet, anstatt kaum getarnte gesponserte Antworten.

Wie verändert „Immersive Navigation“ das Autofahren wirklich?

Dies ist die andere Säule dieses Updates. Immersive Navigation macht Schluss mit der flachen, abstrakten Karte. Danke an Gemini AI das Milliarden von Street View- und Luftbildern analysiert, wird Ihre Reise jetzt in einer detaillierten 3D-Ansicht angezeigt und realistisch. Keine Angst mehr vor Autobahnkreuzen, die wie ein Teller Spaghetti aussehen. Für eine bessere Antizipation werden Gebäude, Fahrspuren, Ampeln und sogar Stoppschilder modelliert.

Die Idee ist, das Fahren intuitiver zu gestalten. Gebäude, die die Sicht verdecken, werden transparent, sodass Sie die Route immer im Auge behalten können. Bei der Annäherung an komplexe Kreuzungen zoomt die Schnittstelle intelligent hinein und heraus. Auch die Sprachführung wurde überarbeitet, um sie natürlicher zu gestalten und konkrete Orientierungspunkte wie „Nach dem blauen Café abbiegen“ zu verwenden. Google versucht damit, die kognitive Belastung zu reduzieren des Fahrers, indem der Bildschirm näher an das herangebracht wird, was er durch die Windschutzscheibe sieht.

Wann können wir diese neuen Produkte in Frankreich testen?

Das ist die nervige Frage. Vorerst dieses neue Google Maps ist exklusiv für die Vereinigten Staaten und Indien erhältlich. Google ist sich über einen genauen Zeitplan für Europa noch nicht im Klaren und verweist auf eine schrittweise Einführung in den kommenden Monaten. Diese Funktionen werden auf Smartphones (iOS und Android), aber auch auf eingebetteten Systemen wie Apple CarPlay, Android Auto und Autos mit integriertem Google, wie denen von Renault, verfügbar sein.

Allerdings muss man seine Begeisterung zügeln. Die Geschichte von Google beim Einsatz von KI in Europa mahnt zur Vorsicht. Die Funktion „KI-Übersichten“, die im Mai 2024 in den USA eingeführt wurde, ist in Frankreich immer noch nicht verfügbar. Das Warten auf KI-gestützte Karten könnte daher viel länger dauern als erwartet. Geduld ist die Mutter aller Tugenden, insbesondere in der Welt der Technik.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist Gemini, die KI hinter diesem Update?

Gemini ist das von Google entwickelte multimodale Modell der künstlichen Intelligenz. Es ist darauf ausgelegt, verschiedene Arten von Informationen (Text, Bilder, Code) gleichzeitig zu verstehen und zu verarbeiten und ist der Motor hinter den neuen Konversations- und visuellen Funktionen von Google Maps.

Funktioniert die immersive Navigation ohne Internetverbindung?

Obwohl es bereits Offline-Karten gibt, deutet die Natur der immersiven Navigation, die auf der Echtzeitanalyse von Bildern und Verkehrsdaten (laut Google 5 Millionen Aktualisierungen pro Sekunde) basiert, darauf hin, dass höchstwahrscheinlich eine aktive Internetverbindung erforderlich sein wird, um das volle 3D-Erlebnis nutzen zu können.