Die Seattle Times und Newsday haben sich der Liste der Nachrichtenorganisationen angeschlossen, die OpenAI und seinen Partner Microsoft in den USA verklagen. Der zentrale Vorwurf betrifft massive Urheberrechtsverletzungen durch das Aufsaugen Hunderttausender Artikel zum Trainieren von KI-Modellen. Paywalls werden umgangen und Nutzungsbedingungen ignoriert.
Die Vorwürfe der Zeitungen
Die Beschwerde beschreibt generative KI als „ eine Schlange, die ihren Schwanz frisst „, eine Technologie, die genau die Organisationen zu zerstören droht, die die Originalinhalte produzieren, auf die sie angewiesen ist.
Die Kläger behaupten, dass KI-Produkte wie ChatGPT und Copilot keine Ersteller seien, sondern „ unersättliche Verbraucher „die journalistische Arbeit ohne Erlaubnis oder Vergütung nachahmen und vervielfältigen.“.
Zeitungen haben Beispiele für Chatbots bereitgestellt, die ihre Artikel fast wörtlich wiedergeben, darunter eine 88-Wörter-Passage aus einer mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Untersuchung der Seattle Times.
Diese Praxis wird als unlauterer Wettbewerb empfundenweil es den Nutzern Ersatz für Originalinhalte bietet und den Verlagen so die für ihr Überleben wichtigen Abonnementeinnahmen und den Datenverkehr entzieht.
Welche Forderungen werden in der Beschwerde gestellt?
Über den finanziellen Schaden hinaus fordern die Seattle Times und Newsday die Vernichtung aller Kopien ihrer Werke sowie der Trainingsdatensätze und KI-Modelle, in denen sie enthalten sind.
Sie glauben, dass diese Praxis des Content-Plünderns nicht unter die Fair-Use-Regelung fällt (Fair Use), weil es darauf abzielt, direkte Konkurrenzprodukte zu schaffen.
GeekWire weist darauf hin, dass die Seattle Times Gelder von Microsoft Philanthropies erhielt und an einem von Microsoft und OpenAI kofinanzierten KI-Programm teilnahm, was die Zeitung nicht daran hinderte, eine Beschwerde einzureichen.
Nach der Unterstützung der Trump-Administration
Während OpenAI bereits Lizenzvereinbarungen mit anderen Medienunternehmen unterzeichnet hat, zeigt sich ein Microsoft-Sprecher überrascht über die neue Beschwerde. Im Fall zwischen OpenAI und Microsoft gegen die New York Times hat die US-Regierung kürzlich Stellung zu Gunsten des Erfinders von ChatGPT bezogen.
GeekWire