Im Mittelpunkt des Streits steht ein eklatanter Verstoß gegen firmeneigene Geschäftsbedingungen, die das Mindestalter auf 13 Jahre festlegen. Für Brüssel dürfen diese Regeln keine bloßen Absichtserklärungen sein, sondern die Grundlage für konkretes Handeln. Nach einer im Jahr 2022 eingeleiteten eingehenden Untersuchung ist die europäische Exekutive der Ansicht, dass die vom amerikanischen Riesen eingeführten Schutzmaßnahmen als weitgehend unzureichend oder sogar fast nicht vorhanden angesehen werden und die Tür den jüngsten und schwächsten Nutzern offen lässt.

Welche konkreten Versäumnisse werden Meta vorgeworfen?

Die Europäische Kommission zieht eine scharfe Bemerkung zu Mechanismen zur Altersüberprüfung. Die Hauptbeschwerde betrifft das rein deklarative System beim Erstellen eines Kontos. Um das erforderliche Alter zu erreichen, kann ein Minderjähriger lediglich ein falsches Geburtsdatum angeben, ohne dass eine schlüssige Überprüfung dieser Angaben erfolgt. Dieser grundlegende Fehler macht die 13-Jährigen-Regel überholt und lässt sich leicht umgehen, während Studien bestätigen, dass etwa 10 bis 12 % der Kinder unter 13 Jahren betroffen sind in der EU nutzen diese Dienste.

Über die Registrierung hinaus wird auch das a-posteriori-Meldesystem beurteilt.“ schwierig zu bedienen und ineffizient „Der Zugriff auf das Formular würde bis zu sieben Klicks erfordern, und selbst wenn eine Meldung erfolgt, erfolgt häufig keine Nachverfolgung. Das gemeldete Konto kann ohne jegliche Kontrolle weiter verwendet werden, was einen gravierenden Verstoß gegen den Jugendschutz darstellt.“. Brüssel ist der Ansicht, dass Meta damit wissenschaftliche Beweise für eine erhöhte Verwundbarkeit ignoriert von jungen Menschen, die mit unangemessenen Inhalten konfrontiert werden.

Wie reagiert das Unternehmen auf diese Vorwürfe?

Sollten sich diese vorläufigen Erkenntnisse bestätigen, droht dem Unternehmen von Mark Zuckerberg eine saftige Geldstrafe von bis zu 6 % seines weltweiten Jahresumsatzes. Eine finanzielle Sanktion, die sich auf mehrere Milliarden Euro belaufen könnte und einen Wendepunkt in der Anwendung des DSA darstellen könnte. Das Unternehmen hat nun die Möglichkeit, auf die Beschwerden der Kommission zu reagieren und Korrekturmaßnahmen zur Einhaltung vorzuschlagen.

Kontaktiert, ein Meta-Sprecher drückte sein „ Uneinigkeit » mit diesen Schlussfolgerungen. Die Gruppe gibt an, bereits Tools zur Erkennung und Löschung der Konten von Personen unter dem erforderlichen Alter eingerichtet zu haben und weiterhin in neue Technologien zu investieren. Für das Unternehmen ist die Altersverifizierung ein „ branchenweite Herausforderung » was eine globale Lösung erfordert. Bald sollten neue Maßnahmen zur Stärkung des Systems angekündigt werden.

DSA-Digital-Services-Gesetz

Wie passt diese Angelegenheit in die europäische Strategie?

Dieses Vorgehen gegen Meta ist kein Einzelfall, sondern Teil einer umfassenderen Offensive der Europäischen Union, das digitale Umfeld aufzuräumen und den Schutz von Kindern im Internet zu stärken. Unter der Schirmherrschaft der DSA hat Brüssel bereits ähnliche Untersuchungen eingeleitet, die sich gegen andere bei Jugendlichen beliebte Plattformen richten, etwa Snapchat wegen seiner Mängel bei der Altersüberprüfung oder TikTok wegen seiner Schnittstelle, die als „ süchtig machend » und potenziell schädlich, insbesondere für Minderjährige. Die Kommission hat außerdem mehrere pornografische Websites wegen ähnlicher Verstöße ermittelt.

Europa will sich mit den notwendigen Instrumenten ausstatten, um seine Regeln durchzusetzen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erinnerte daran, dass die künftige Altersverifizierungs-App der EU war für den Einsatz durch die Mitgliedstaaten bereit. Diese Lösung wird bis Ende des Jahres verpflichtend für den Zugriff auf Dienste wie Facebook oder Instagram seinzielt darauf ab, einen einheitlichen und robusten Standard für den gesamten Binnenmarkt zu schaffen und damit Druck auf alle wichtigen Technologieplattformen auszuüben.