Es ist ein Update, auf das das PC-Ökosystem seit Jahren wartet, ohne wirklich daran zu glauben. Microsoft hat sich endlich entschieden, seinen Speicherstapel gründlich zu modernisieren. Ein neuer Treiber namens NVMeDisk.sysist jetzt in neueren Versionen von Windows Server 2025 vorhanden und Windows 11. Ausführliche Tests, durchgeführt vom spezialisierten Medienunternehmen StorageReview auf einer monströsen Serverkonfiguration (zwei 128-Kern-AMD-EPYC-CPUs, 768 GB RAM und 16 SSDs) quantifizierte die Auswirkungen dieser Änderung. Und die Zahlen sind schwindelerregend.

Was sind die konkreten Leistungssteigerungen?

Der spektakulärste Gewinn betrifft zufällige Lesevorgänge kleine Dateien (4K), die für die Reaktionsfähigkeit des Systems und den Anwendungsstart unerlässlich sind. Der Durchsatz ist mit einer Steigerung von 64,89 % regelrecht explodiert.von 6,1 auf über 10 GiB/s. Es ist ein Schlag ins Gesicht. Für den Benutzer bedeutet dies ein reaktionsschnelleres System, nahezu sofortiges Laden und mehr Flüssigkeit bei schweren Aufgaben. Hervorragende SSD-Leistung sind nicht mehr nur eine Frage der Hardware, sondern auch der Software.

Aber das ist noch nicht alles. Latenzdieser unsichtbare Feind der Leistung, bricht um 38,46 % ein auf dieselben Operationen. Gleichzeitig entlastet der Treiber den Prozessor erheblich. Tests zeigen einen Rückgang der CPU-Last bei Datenübertragungen zwischen 11 % und fast 13 %. Diese Prozessorressourcen werden somit für andere Aufgaben freigesetzt und sorgen gleichzeitig für einen geringeren Stromverbrauch. Optimierung auf allen Ebenen.

Was ist das technische Geheimnis hinter diesem Boost?

Um diesen Fortschritt zu verstehen, müssen wir in den Rückspiegel schauen. Fast fünfzehn Jahre lang war Windows auf eine veraltete Speicherarchitektur angewiesen. Alle Befehle, auch die für moderne NVMe-SSDs, wurden in ein altes Protokoll übersetzt: SCSI (Small Computer System Interface), ein Standard aus den 1980er Jahren. Diese Übersetzungsschicht fungierte als permanente Handbremse und verursachte unnötige Latenz und CPU-Last. Es ist ein bisschen wie in der Formel 1 musste einen Übersetzer einschalten um mit seinem eigenen Motor zu sprechen.

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Der neue native NVMe-Treiber räumt mit diesem archaischen Erbe auf. Die SCSI-Schicht wird vollständig umgangen, sodass das Betriebssystem direkt und in der Originalsprache mit SSDs kommunizieren kann. Es ist dieser unmittelbare Dialog, der das volle Potenzial der Hardware freisetzt und Durchsätze, Reaktionsfähigkeit und Energieeffizienz liefert, die mit der alten Architektur einfach nicht erreicht werden konnten.

Gibt es Risiken, wenn man es jetzt aktiviert?

Vorsicht bleibt geboten. Microsoft hat sich vorerst dafür entschieden, diesen Treiber nicht standardmäßig zu aktivieren. Dies ist eine Opt-in-Funktion.„, was bedeutet, dass der Benutzer die Windows 11-Registrierung freiwillig ändern muss davon zu profitieren. Dieser Vorgang ist nicht ohne Risiko und für Laien nicht zu empfehlen, da ein Fehler schwerwiegende Systemprobleme verursachen kann.

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Außerdem ist der Pilot noch nicht perfekt. Während die Leseleistung außergewöhnlich ist, zeigten Tests einige Schwächen, darunter eine erhöhte Schreiblatenz sequentiell (bis zu +40 % in bestimmten Szenarien). Benutzer haben auch Inkompatibilitäten mit Funktionen wie der Datendeduplizierung gemeldet. Microsoft arbeitet mit den Herstellern zusammen, um den Support zu verbessern, aber wir müssen noch warten, bis diese Funktionalität in großem Umfang und ohne Risiko für alle bereitgestellt wird.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist dieser neue Treiber für alle Windows-Versionen verfügbar?

Nein, im Moment der NVMeDisk.sys-Treiber ist hauptsächlich in Windows Server 2025 vorhanden und kann in neueren Versionen von Windows 11 (Build 25H2 und höher) manuell aktiviert werden.

Warum aktiviert Microsoft es nicht standardmäßig für alle?

Microsoft geht vorsichtig vor, um maximale Kompatibilität mit der riesigen vorhandenen Hardwareflotte sicherzustellen. Das Unternehmen möchte sicherstellen, dass Hersteller von SSDs und anderen Komponenten Zeit haben, ihre eigenen Treiber vor dem weltweiten Einsatz zu validieren und zu optimieren, um Fehler und Instabilitäten zu vermeiden.

Wird dies die Ladezeiten in Videospielen verbessern?

Absolut. Bei Videospielen kommt es vor allem darauf an, schnell Tausende kleiner Dateien abzuspielen. Die drastische Verbesserung der Shuffle-Leistung und die Reduzierung der Latenz führen direkt zu schnelleren Ladezeiten und einem insgesamt flüssigeren Spielerlebnis.