Das Ende der 2G- und 3G-Mobilfunknetze, das als unausweichliche technologische Entwicklung dargestellt wird, verbirgt in Wirklichkeit eine soziale und ökologische Krise unmittelbar bevorsteht. Dieser von Betreibern wie Orange, Bouygues, SFR und Free initiierte Übergang wird den Austausch von Millionen von Geräten erzwingen immer noch funktionsfähig. Ein Kollektiv von Vereinen, darunter Emmaüs Connect und Stop Planned Obsoleszenzveröffentlichte eine Kolumne, in der er das völlige Fehlen von Unterstützungsmaßnahmen anprangerte.
Was sind die direkten finanziellen und sozialen Auswirkungen für die Nutzer?
Die Mehrkosten werden auf mindestens 1,36 Milliarden Euro geschätzt. Diese enorme Summe wird weder von den Betreibern noch vom Staat getragen, sondern direkt zu Lasten der VerbraucherUnternehmen und Gemeinden. Die Rede ist von mehreren Hundert Euro für den Wechsel eines Smartphones, aber auch von deutlich höheren Kosten für wesentliche Dienstleistungen.
Mehr als 12 Millionen Franzosen könnten von der Stilllegung eines Drittels der Aufzüge des Landes einschließlich der Alarmanlagen betroffen sein auf 2G angewiesen. Die am stärksten gefährdeten Menschen stehen an vorderster Front. Fast 200.000 Sturzschutzarmbänder für ältere Menschen werden unbrauchbar werden, ebenso wie Tausende von Telefonen, die von Wohltätigkeitsorganisationen verteilt wurdenwas die digitale Kluft verschärft.
Welche ökologischen Konsequenzen hat diese Entscheidung?
Das von Arcep, der Regulierungsbehörde für Telekommunikation, vorgebrachte ökologische Argument wird beurteilt: „ lakunar » vom Kollektiv. Der einfache Austausch von 2,4 Millionen Telefonen Die betroffenen Anlagen würden fast 200.000 Tonnen CO2 erzeugendas entspricht 22.000 Weltumrundungen mit einem Thermoauto. Dieser Berg an Elektroschrott trägt zur geplanten Obsoleszenz bei Millionen perfekt funktionierender, verbundener Objekte.
Diese Geräte reichen von Straßenbeleuchtungssystemen bis hin zu medizinischen Gerätenhaben oft eine Lebensdauer von 15 bis 30 Jahren. Sie zur Erneuerung zu zwingen, ist eine ökologische Fehlentwicklung. Das Kollektiv prangert diese Logik eines Innovationswettlaufs an, der nach 2G und 3G bald auch 4G bedrohen wird, obwohl es sich dabei um eine sehr effiziente Technologie handelt. und weit verbreitet.

Welche Lösungen werden zur Schadensbegrenzung vorgeschlagen?
Angesichts dessen, was das Kollektiv als „ inakzeptabler Rückzug » Vom Staat und Arcep wurden mehrere Wege vorgeschlagen. Die erste Anfrage ist die Einrichtung von „ Leitplanken » um die Abschaltung von 2G/3G-Netzen zu regelnwas nicht dem alleinigen Ermessen privater Betreiber überlassen werden sollte.
Verbände fordern eine Regulierung durch die öffentliche HandBesitzer der Frequenzen. Sie plädieren außerdem für die Einrichtung eines Entschädigungsfondsfinanziert von Betreibern, um Ersatzkosten für Einzelpersonen, Vereine und Gemeinden abzufedern. Die Herausforderung besteht darin, Telekommunikationsnetze in ein „ Gemeinwohl » im allgemeinen Interesse verwaltet.
Stoppen Sie die geplante Obsoleszenz