Angesichts der Tatsache, dass Unternehmen die unvorhersehbaren Kosten künstlicher Intelligenz fürchten, ergreift Sam Altmans Firma eine bedeutende Initiative. Das Unternehmen hat damit begonnen, einigen seiner Großkunden einen neuen Abrechnungsansatz anzubieten. Keine Bezahlung mehr für den Verbrauch von „Tokens“, stattdessen Bezahlung für Leistung. Diese Strategie zielt darauf ab, den Preis der Dienstleistung an den tatsächlich erzeugten Wert anzupassen.
Warum ist das Token-Modell problematisch?
Bisher basierte der Marktstandard auf der Token-Abrechnung (Token). Ein Unternehmen kauft eine bestimmte Menge an Token, die Rechenkapazität repräsentieren. Die größte Sorge besteht darin, dass dieses System in keiner Weise den Erfolg der Operationen garantiert. Fehlversuche oder unvollständige Ergebnisse verbrauchen Token und erhöhen die Rechnung, ohne dass sich daraus ein konkreter Nutzen ergibt.
Das Beispiel Microsoft spricht. Das Unternehmen hatte massiv in die Claude-Code-Lizenzen von Anthropic investiert, musste aber vier Monate später einen Rückzieher machen. Der Grund? Die Kosten explodierten aufgrund des massiven Verbrauchs von Token, was zu enttäuschenden Ergebnissen führte. Dieser Fall verdeutlicht die Befürchtung vieler Unternehmen, dass ihr KI-Budget verpufft, ohne dass sich eine spürbare Kapitalrendite ergibt..
Woraus besteht diese neue ergebnisbasierte Abrechnung?
Das Prinzip der ergebnisorientierten Preisgestaltungoder „ergebnisbasierte Preisgestaltung“, besteht darin, nur erfolgreich abgeschlossene Aufgaben abzurechnen. Unabhängig von der Anzahl der Versuche oder der Menge der im Vorfeld verbrauchten Rechenressourcen löst erst der endgültige Erfolg eine Abrechnung aus. Die OpenAI-Initiative ist daher die Kosten für Ausfälle zu tragen.
Dieses Modell wird bereits von anderen Akteuren, insbesondere im Bereich Kundenservice, erprobt wo der Begriff „Erfolg“ einfacher zu definieren ist. Unternehmen wie Intercom, Zendesk oder Salesforce bieten bereits Pläne an, bei denen die Rechnungsstellung an eine gelöste Anfrage oder einen abgeschlossenen Vorgang gekoppelt ist. Die Initiative des Branchenführers verleiht diesem Trend jedoch eine völlig neue Dimension.

Was sind die Herausforderungen und Auswirkungen dieser Veränderung?
Die größte Herausforderung liegt in der Definition von „Erfolg“. Wenn das Schließen eines Kundensupporttickets quantifizierbar ist, wie wäre es dann mit komplexeren Aufgaben wie der Behebung eines Fehlers oder dem Verfassen eines Verkaufsberichts? Unternehmen müssen mit dem Lieferanten genaue Erfolgskriterien vereinbaren um jeden Streit zu vermeiden.
Dieser Ansatz verändert die Risikoverteilung grundlegend. Bei der Token-Abrechnung zahlte der Kunde für jede Testversion. Bei der ergebnisorientierten Abrechnung übernimmt der Lieferant die Kosten für Ausfälle und hat daher ein großes Interesse daran, dass seine Künstliche-Intelligenz-Modelle möglichst effizient sind. Mehreren Analysten zufolge könnte diese leistungsorientierte Preisgestaltung schnell zur Norm am Markt werdenwodurch weniger flexible Angebote ausgeschlossen werden.