Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Kidnapping Alert SystemsGérald Darmanin formalisiert eine Entwicklung. Das Bevölkerungswarnsystem FR-Alertdie für meteorologische oder terroristische Risiken verwendet wird, wird bald mobilisiert, um Entführungswarnungen zu verbreiten.

Diese Maßnahme ist das Ergebnis einer mehrmonatigen Zusammenarbeit zwischen dem Justiz- und dem Innenministerium. Ziel ist die Modernisierung eines Instruments, das seine Wirksamkeit bereits unter Beweis gestellt hat.

Erreichen Sie 75 % der Bevölkerung mit einem Smartphone

Die Integration von FR-Alert ermöglicht den Versand einer Push-Benachrichtigung auf allen Mobiltelefonen, die sich in einem definierten geografischen Gebiet befinden, auf regionaler Ebene.

Die Warnmeldung enthält wichtige Informationen wie den Vornamen des Kindes, eine Beschreibung, Zeit und Ort der Entführung. Es ist eine Ergänzung zu traditionellen Vertriebskanälen wie Medien, Transportunternehmen und Werbetafeln.

Der Vorteil dieses Systems besteht darin, dass es die Bevölkerung massiv und schnell erreichen kann. Nach Angaben des Justizministeriums soll dieser Fortschritt es ermöglichen, 75 % der Bevölkerung mit einem Smartphone zu erreichen.

Die Benachrichtigung wird automatisch empfangen, auch wenn das Telefon inaktiv ist oder nicht mit dem Internet verbunden ist, und deckt die vier Hauptbetreiber sowie Grenznetze ab.

Was sind die Kriterien für die Auslösung einer Entführungswarnung?

Die Auslösung einer Ausschreibung bleibt eine streng überwachte Entscheidung der Staatsanwaltschaft. Vier kumulative Kriterien müssen zusammengeführt werden.

Es muss sich um eine nachgewiesene Entführung handeln, das Opfer muss minderjährig sein, sein Leben oder seine körperliche Unversehrtheit muss in Gefahr sein und die Ermittler müssen über genaue Informationen verfügen, die es ihnen ermöglichen, das Kind oder den Entführer zu identifizieren.

Nach dem Start wird die Warnung drei Stunden lang gesendet, wobei die Nachricht alle 15 Minuten von den Partnern wiederholt wird. Diese Verteilung hilft beim Sammeln von Zeugenaussagen und übt Druck auf die Entführer aus.

Der Staatsanwalt kann je nach Fortschritt der Ermittlungen jederzeit beschließen, die Vorrichtung zu verlängern oder aufzuheben.

Was wird dieses System in 20 Jahren bewirken?

Seit seiner Einführung am 28. Februar 2006 nach dem Vorbild eines US-amerikanischen Systems wurde Abduction Alert in Frankreich 37 Mal aktiviert. Diese Auslöser ermöglichten es, 38 Kinder lebend zu finden.

Der Justizminister bezeichnet die Modernisierung als notwendig für ein System, das umgestaltet werden müsse, um in wenigen Minuten die Franzosen zu erreichen. Es eignet sich eher für zeitgenössische Zwecke.