Die US-Regierung wird zum ersten Mal handverlesenen Privatunternehmen erlauben, offensive Cyberoperationen zu starten gegen Hacker und internationale Cyberkriminelle.
In einem von der Trump-Administration herausgegebenen Memorandum des Präsidenten wird diese neue Politik detailliert beschrieben, die darauf abzielt, die innovativen Fähigkeiten des Privatsektors zu nutzen, um Cyberkriminalität zu bekämpfen, die sich gegen Amerikaner richtet, wie etwa Ransomware, Finanzbetrug oder Sextortion.
Schutzmaßnahmen für dieses Schockprogramm
Dieses Programm wird gemeinsam vom Justizministerium und dem Heimatschutzministerium überwacht.
Die teilnehmenden Unternehmen müssen strenge Anforderungen an technische Kompetenz, nachgewiesene Leistung im Cyber-Betrieb und Anlagensicherheit erfüllen.
Eine der Sicherheitsmaßnahmen ist die Anforderung, eine Kaution in Höhe von mindestens 1 Million US-Dollar zu hinterlegen. Dieser Betrag geht verloren, wenn das Unternehmen die Vertragsbedingungen nicht einhält.
Das Memorandum legt fest, dass Angriffsoperationen nur auf Gruppen abzielen, die „ kein institutioneller Teil einer ausländischen Regierung oder vollständig unter der Leitung einer ausländischen Regierung operiert. „
Zu den zulässigen Vorgängen gehören Überwachung, beispielsweise der Einsatz von Spyware, sowie disruptive Angriffe, die darauf abzielen, Daten oder Systeme von Cyberkriminellen zu zerstören.
Warum eine solche Änderung der Politik?
Das Weiße Haus begründet diese Entscheidung mit der wachsenden Bedrohung für amerikanische Bürger und Unternehmen.
Einer Pressemitteilung zufolge haben US-Verbraucher im Jahr 2025 mehr als 20,8 Milliarden US-Dollar durch Cyberkriminalität verloren. Ransomware-Angriffe, Phishing-Kampagnen und Betrug sind häufig „ koordiniert von hochentwickelten transnationalen kriminellen Organisationen. „
Das Memorandum beschreibt den US-Privatsektor als eine in diesem Kampf nicht ausreichend genutzte Kraft.
“ Es ist die Politik der Vereinigten Staaten, alle Instrumente der nationalen Macht, einschließlich der Innovationsfähigkeiten des Privatsektors, zur Bekämpfung der Cyberkriminalität zu nutzen. „
Stehen große Probleme bevor?
Diese als seismisch beschriebene Politik ist alles andere als einhellig und gibt Anlass zu ernsthafter Besorgnis.
Cybersicherheitsexperten betonen die Schwierigkeit, Cyberkriminelle, die mit ausländischen Regierungen verbunden sind, eindeutig zu identifizieren, was zu großen geopolitischen oder rechtlichen Konflikten führen könnte.
Ein weiteres Risiko besteht im Kollateralschaden. Der Datenverkehr der Angreifer kann eine kompromittierte legitime Infrastruktur passieren. Es kann schwierig sein, sich zu rächen, ohne unschuldige Opfer zu treffen.
TechCrunch