Bei den großen französischen Marken geht die Krise weiter. Nach Free, Boulanger und Mondial Relay ist Coopérative U an der Reiheder mit 1.904 Verkaufsstellen viertgrößte Lebensmitteleinzelhändler Frankreichs, zum Ziel von Computerhackern. Das Unternehmen hat seine Kunden kürzlich per E-Mail über einen böswilligen Einbruch informiert und extern auf den Treuekonten der Plattform boutiques-u.com. Dieser Vorfall verdeutlicht die wachsende Verwundbarkeit von Kundendatenbanken, die zu Hauptzielen für Cyberkriminelle geworden sind.
Welche Daten genau wurden kompromittiert?
Den Mitteilungen der Marke zufolge ermöglichte die Offensive den Angreifern den Zugriff auf eine beträchtliche Menge an Informationen. Die Liste der offengelegten Daten ist präzise und umfasst Titel, beruflicher Kundenstatus, Name, Vorname, E-Mail-Adresse, Postanschrift, Telefonnummer und Kundenkartennummer. Dieser Cyberangriff bietet ein nahezu vollständiges Profil der betroffenen Kunden.
???? U Stores gehackt!
Ist es wirklich das Datenleck-Festival in Frankreich?
Ein neuer Angriff hat zu einem unbefugten Zugriff auf bestimmte persönliche Daten geführt, die mit Ihrem Treuekonto verknüpft sind:
?? Höflichkeit,
?? professioneller Kundenstatus,
?? Name,… pic.twitter.com/epLGtzoiPY— SaxX ¯_(ツ)_/¯ (@_SaxX_) 21. April 2026
Die Genossenschaft U betont einen entscheidenden Punkt: Bankdaten sind nicht betroffen durch dieses Leck. Weder Kartennummer noch IBAN noch Transaktionshistorie wären gestohlen worden. Allerdings sind gestohlene Informationen ein idealer Hebel, um hochentwickelte Phishing- oder Spear-Phishing-Kampagnen zu starten, bei denen sich Betrüger als Super U, eine Bank oder ein Lieferdienst ausgeben, um noch sensiblere Informationen zu stehlen.
Wie hat die Marke auf diesen Eingriff reagiert?
Sobald die verdächtige Aktivität erkannt wurde, reagierten die technischen Teams der Gruppe, indem sie zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen einsetzten, um jedem weiteren Eindringen entgegenzuwirken. Die Marke gibt an, ihre Schutzmaßnahmen verstärkt zu habeninsbesondere durch robustere Anti-Roboter-Systeme, um die Plattform wieder abzusichern. Auch Transparenz und Rechtskonformität standen im Vordergrund.
Gemäß den Verpflichtungen der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) wurde der Vorfall umgehend der CNIL gemeldet (Nationale Kommission für Informationstechnologie und Freiheiten). Das Gesetz verpflichtet jedes Unternehmen, das Opfer eines Lecks wird, dazu, die zuständige Behörde innerhalb von 72 Stunden zu benachrichtigen, wenn der Verstoß ein Risiko für die Privatsphäre der betroffenen Personen darstellt.
Welche Maßnahmen sollten Sie ergreifen, um sich zu schützen?
Angesichts dieser Situation hat Coopérative U klare Empfehlungen für ihre Kunden formuliert, um die Risiken zu begrenzen. Der erste Notfall besteht darin, das Passwort sofort zu ändern Ihres Kontos auf der Websitestores-u.com. Hierzu empfiehlt es sich, die Adresse selbst in den Browser einzugeben und die Funktion „Ich habe mein Passwort vergessen“ zu nutzen. Der neue Code muss robust sein: mindestens 8 Zeichen, eine Mischung aus Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Symbolen und vor allem darf er nicht auf anderen Websites wiederverwendet werden.
Die zweite Sicherheitsmaßnahme betrifft direkt die Kundenkarte. Es wird dringend empfohlen, den PIN-Code zu ändern der U-Karte. Dieser Vorgang muss persönlich durchgeführt werden, indem Sie mit einem Ausweisdokument zur Rezeption Ihres Geschäfts gehen. Die Wahl einer schwer zu erratenden Kombination ist unerlässlich, um die Treuekasse vor betrügerischer Nutzung zu schützen. Wir können es nicht oft genug wiederholen: den Schutz Ihrer persönlichen Daten erfordert erhöhte Wachsamkeit in Bezug auf verdächtige Mitteilungen, die Sie möglicherweise erhalten.