Apfel scheint eine wichtige Lücke in seiner vernetzten Uhr schließen zu wollen. Das Unternehmen aus Cupertino testet derzeit einen wirklich kontinuierlichen Herzüberwachungsmodusden ganzen Tag aktiv. Diese von spezialisierten Wettbewerbern wie Oura oder Whoop inspirierte Entwicklung würde die Uhr in eine viel umfassendere Wohlfühlplattform verwandeln, die in der Lage wäre, feine Trends über 24 Stunden hinweg zu erkennen.
Wie würde sich diese permanente Überwachung vom aktuellen System unterscheiden?
Derzeit die Apple Watch misst intensiv die Herzfrequenz während des Trainings, aber in der restlichen Zeit in größeren Abständen, mit einer Messung etwa alle fünf Minuten. Das getestete neue System zielt darauf ab, diese „blinden Flecken“ zu beseitigen » durch eine deutlich dichtere Datenerfassung, auch außerhalb sportlicher Aktivitäten.
Die Herausforderung besteht nicht darin, die Genauigkeit des Sensors selbst zu verbessern, sondern ihn viel häufiger zu verwenden, um eine vollständige Herzkurve zu erstellen. Eine solche Kontinuität würde es ermöglichen, einen Ruhepuls zu ermitteln zuverlässiger zu sein und subtile Schwankungen im Zusammenhang mit Stress oder Müdigkeit zu verfolgen. Dies könnte auch die Daten zur Herzfrequenzvariabilität (HRV) erheblich bereichern.ein Schlüsselindikator zur Beurteilung der Erholung.
Wie will Apple mit der Konkurrenz mithalten?
Diese strategische Ausrichtung ist kein Zufall. Spieler wie Oura und Whoop haben ihren Erfolg nicht auf außergewöhnlichen Sensoren aufgebaut, sondern auf ihrer Fähigkeit, Daten zu interpretieren kontinuierlich gesammelt, um eine einfache Geschichte über das Wohlbefinden zu erzählen: Schlaf, Erholung und Stress. Mit einem ähnlichen Ansatz möchte Apple das Beste aus beiden Welten kombinieren: die volle Funktionalität einer Smartwatch und eine feinkörnige physiologische Analyse eines spezialisierten Trackers.
Das Ziel ist klar: Das Tragen eines zweiten Geräts überflüssig zu machenwie es häufig bei Benutzern der Fall ist, die eine Apple Watch mit einem Oura-Ring koppeln. Google hat mit seiner Pixel Watch und dem Fitbit-Ökosystem diese Philosophie der permanenten Messung bereits übernommen. Der Kampf verlagert sich daher von der einfachen Sammlung von Daten hin zu ihrer intelligenten Interpretation.

Was ist das Haupthindernis für diese neue Funktion?
Das größte und offensichtliche Hindernis bleibt die Autonomie. Die ständige Abfrage des optischen Sensors verbraucht viel Energie. Nutzer einer Apple Watch sind sich der Notwendigkeit einer fast täglichen Aufladung, insbesondere nach einer Sporteinheit, bereits bewusst. Integrieren Sie 24/7-Tracking ohne drastische Batterieverbesserung würde ein Paradoxon schaffen: Die Uhr wäre zwar Tag und Nacht besser tragbar, müsste aber zum Aufladen häufiger abgenommen werden.
Das ist die zentrale Herausforderung, die Apple lösen muss. Laut dem Journalisten Mark Gurman sind diese Tests noch im Gange und es gibt keine Garantie dafür, dass die Funktion für die nächste Apple Watch Series 12 bereit sein wird oder Ultra 4dessen Präsentation im September erwartet wird. Das Unternehmen könnte beschließen, das Projekt zu verschieben oder zu ändern, wenn die Auswirkungen auf die Autonomie als zu erheblich erachtet werden.
Bloomberg (kostenpflichtiger Zugang)