Es ist offiziell. Amazon schraubt bei seiner Streaming-Plattform in den USA an den Schrauben. Das für viele bekannte werbefreie Abo wird verschwinden und einem segmentierteren und vor allem teureren Angebot weichen. Ab 10. Aprilmüssen amerikanische Nutzer jeden Monat zwei Dollar mehr zahlen, um den im Januar 2024 eingeführten Werbekürzungen zu entgehen. Doch hinter dieser Preiserhöhung verbirgt sich eine andere Realität: eine strategische Neuorganisation Funktionen, die manche Leute zum Schaudern bringen könnten.
Was ändert sich eigentlich mit Prime Video Ultra?
Hinter diesem auffälligen neuen Namen verbirgt sich eine tiefgreifende Umstrukturierung des Angebots. Die neue Premium-Etage Prime Video Ultra entfernt nicht nur Werbung. Es maßt sich nun das Monopol der Funktionalitäten an Einige davon waren früher im Basis-Prime-Abonnement enthalten. Eine große Veränderung für Bild- und Tonpuristen.
Konkret bietet das Abonnieren der Option für 4,99 $ pro Monat (zusätzlich zum Prime-Abonnement) Zugang zu einer Reihe erheblicher Vorteile:
- Bildqualität: Exklusiver Zugriff auf Streaming in 4K/UHD (Ultra High Definition).
- Audioqualität: Unterstützung für das immersive Dolby Atmos-Format.
- Gleichzeitige Streams: Übergang von drei auf fünf Bildschirme gleichzeitig.
- Downloads: Das Limit für die Offline-Anzeige explodiert von 25 auf 100 Titel.
Und für diejenigen, die sich weigern, den Aufpreis zu zahlen?
Hier liegt das Problem. Für Prime-Mitglieder, die sich dafür entscheiden, das Ultra-Angebot nicht zu abonnieren, wird sich das Erlebnis in einer wesentlichen Hinsicht verschlechtern. Sie verlieren einfach den Zugriff auf 4K-Streaming. Es ist ein echter Rückschritt. Um ein werbefreies Abonnement aufrechtzuerhalten und in High Definition müssen Sie daher zur Kasse gehen.

Amazon bietet immer noch einige dürftige Trostworte. Die Funktionalitäten des Basisangebots, jetzt mit Werbung, wurden leicht verbessert. Abonnenten haben Anspruch auf vier gleichzeitige Streams (im Vergleich zu zuvor drei) und bis zu 50 Downloads. Überraschender ist die Unterstützung von Dolby Vision feiert ein Comeback dieses Basisangebots, einer Bildverbesserungstechnologie, die Amazon vor einigen Monaten zurückgezogen hatte. Ein Spiel mit kommunizierenden Schiffen, das niemanden über das Endziel täuschen wird.
Warum führt Amazon diese Preiserhöhung durch?
Die offizielle Begründung von Amazon ist vorhersehbar: „Die Bereitstellung von werbefreiem Streaming mit Premium-Funktionen erfordert eine erhebliche Investition.“ Der E-Commerce-Riese hebt seine enormen Ausgaben für Sportinhalte hervor (NFL, NBA) und Serien mit großem Budget wie Die Ringe der Macht. Diese Preiserhöhung ist Teil eines großen Trends in der Branche, bei der jeder Dienst danach strebt, seine Rentabilität zu maximieren.

Aber über den Marketingdiskurs hinaus ist die Strategie klar. Es geht darum, die Zielgruppe zu segmentieren, um aus jedem Benutzer mehr Nutzen zu ziehen. Indem das Unternehmen die besten Technologien für sein teuerstes Angebot, Amazon Prime Video, reserviert zwingt die Hand der anspruchsvollsten Verbraucher. Was gegeben war, wird zu einer bezahlten Optioneine mittlerweile klassische Taktik in den Streaming-Kriegen, in denen die Vorteile von gestern die Ergänzungen von morgen sind.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wird sich der Preis für das Basisabonnement von Amazon Prime erhöhen?
Nein. Die Kosten für die Amazon Prime-Mitgliedschaft bleiben unverändert bei 14,99 $ pro Monat oder 139 $ pro Jahr in den Vereinigten Staaten. Die Erhöhung betrifft nur die Option „Prime Video Ultra“, um Werbung zu entfernen und auf Premium-Funktionen zuzugreifen.
Geht 4K für klassische Prime-Abonnenten dauerhaft verloren?
Ja. Ab dem 10. April ist 4K/UHD-Streaming exklusiv für das Prime Video Ultra-Abonnement verfügbar. Standard-Prime-Mitglieder sind auf HD/HDR beschränkt, profitieren aber im Gegenzug von der Dolby Vision-Unterstützung.