Im Rahmen eines Google Chrome-Browser-Updates230 Sicherheitslücken werden behoben. Wie beim Patch Tuesday von Microsoft lässt die Schwachstellenerkennung mithilfe von KI die Zahl der entdeckten Fehler sprunghaft ansteigen.
Google weist darauf hin, dass für die Schwachstelle CVE-2026-87491 ein Exploit im Umlauf ist. Dies ist die siebte Zero-Day-Schwachstelle im Jahr 2026, nach CVE-2026-85046 und ihrer Korrektur, die letzte Woche erfolgte.
Was ist die Natur dieser neuen Sicherheitslücke?
Die neue Zero-Day-Schwachstelle ist vom Typ Schreiben außerhalb der Grenzen (Schreiben außerhalb des zulässigen Bereichs) und wirkt sich auf die V8-Engine von Chrome aus. Es ermöglicht einem entfernten Angreifer, beliebigen Code über eine speziell gestaltete HTML-Seite auszuführen.
Im Erfolgsfall befindet es sich innerhalb der Browser-Sandbox und stellt daher einen Gefährlichkeitsgrad dar, der von Google als nicht kritisch eingestuft wird. Das übliche Risiko besteht jedoch in der Verkettung mehrerer Schwachstellen, die verheerendere Auswirkungen haben.
Die Entdeckung einer Schwachstelle wird nicht einem KI-System, sondern einem externen Sicherheitsforscher zugeschriebenJihyeon Jeong vom Compsec Lab der Seoul National University. Am 6. August 2026 brachte ihm sein Bericht einen Bonus von 2.500 US-Dollar ein.
Interessanterweise wurden CVE-2026-87491 und CVE-2026-85046 beide Anfang August letzten Jahres gemeldet. Derzeit geht Google nicht auf technische Details ein, bis der Fix für möglichst viele Menschen bereitgestellt wurde.
Ein effektives Update zum Überprüfen
Die geschützten Versionen von Chrome sind mindestens 153.0.8010.36/.37 für Windows und macOS und 153.0.8010.36 für Linux. Schauen Sie in den Einstellungen oder in der Hilfe nach und klicken Sie dann auf „Über Chrome“. Diese Aktion löst die Suche und ggf. die Installation der neuesten verfügbaren Version aus.
Denken wir auch daran, dass Google mit der Version 153 von Chrome eine Beschleunigung des Veröffentlichungszyklus einleitet. Sie dauert von vier Wochen auf zwei Wochenund das gilt für alle Plattformen, auch für Mobilgeräte.