Anfang dieses Monats hat Apple einen Patch für einen Fehler bei „Hide My Email“ veröffentlicht.). Diese Funktion ist iCloud+-Abonnenten vorbehalten und ermöglicht es Ihnen, einzigartige und zufällige E-Mail-Adressen zu generieren, die Nachrichten automatisch an den persönlichen Posteingang weiterleiten.
Der vor mehr als einem Jahr entdeckte Fehler machte den Schutz der Vertraulichkeit hinfällig. Die Korrektur erfolgte nach der medialen Berichterstattung über die Affäre.
Eine scheinbar einfache Operation
Den Fehlerdetails zufolge reichte es aus, eine E-Mail an eine vom Dienst generierte Adresse zu senden, die dann als Spam abgelehnt wurde. Diese Ablehnung führte zu einem Informationsleck: Die tatsächliche E-Mail-Adresse des Benutzers tauchte dann in den Nachrichtenübertragungsprotokollen (Protokollen) auf).
Der Entdecker der Schwachstelle, Tyler Murphy, gab an, dass bei seinen Tests mit Freiwilligen 100 % der Adressen mit Hide My Email ausnutzbar waren. Die Methode ermöglichte es daher jedem, der mit der Technik vertraut war, die tatsächliche Adresse hinter dem Alias zu entlarven.
Apple brauchte zu lange, um zu reagieren
Der Fehler wurde erstmals im Juni 2025 von Tyler Murphy gemeldet. Trotz mehrerer Börsen und einem erfolglosen Korrekturversuch im März 2026 blieb das Problem bestehen.
Erst nachdem 404 Media einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht hatte, stellte die Cupertino-Gruppe schließlich etwas mehr als ein Jahr nach dem ersten Bericht einen wirksamen Patch bereit.
Diese Langsamkeit führte zur Einreichung einer Sammelklagein dem Apple betrügerisches Verhalten vorgeworfen wird, weil es wissentlich weiterhin einen fehlerhaften Datenschutzdienst verkauft.
In der Beschwerde heißt es, dass Apple in diesem Zeitraum zu keinem Zeitpunkt Hide My Email deaktiviert oder ausgesetzt, seine Kunden vor dem Fehler gewarnt oder seine Datenschutzerklärungen korrigiert hat.
Sind Benutzer absolut sicher?
Wenn Apples Patch von nun an korrekt funktioniert, ist das Risiko nicht vollständig beseitigt. Tyler Murphy und Ben Weiner (EasyOptOuts) erklären, dass Serverprotokolle von Drittanbietern möglicherweise Spuren der tatsächlichen E-Mail-Adressen enthalten, die zuvor durchgesickert sind.