Die Europäische Kommission hat Google ihre vorläufigen Schlussfolgerungen zu einem am 27. Januar eingeleiteten Verfahren nach dem Digital Markets Act (DMA) übermittelt). Erklärtes Ziel ist es, einen fairen Zugang und eine effektive Interoperabilität für KI-Dienste Dritter auf Android sicherzustellen.

Welche Maßnahmen erwägt Brüssel?

Die Vorschläge der EU-Kommission zielen darauf ab, dem, was als unfairer Vorteil für Googles KI angesehen wird, nämlich Gemini, ein Ende zu setzen.

Derzeit sind viele wichtige Funktionen für Google Assistant reserviert. Die geplanten Maßnahmen würden es konkurrierenden KI-Diensten ermöglichen, vollständig mit Anwendungen zu interagieren, die auf einem Android-Gerät installiert sind.

Ein Benutzer könnte eine KI eines Drittanbieters mit einem benutzerdefinierten Schlüsselwort aktivieren und ihn bitten, über seine Lieblings-App eine E-Mail zu senden oder eine Mahlzeit zu bestellen.

Die EU möchte, dass Nutzer ein „ größte Auswahl an KI-Diensten „und dass Entwickler durch die Bereitstellung tief integrierter KI-Erlebnisse innovativ sein können.

Eine nicht überraschende Antwort von Google

Die Antwort von Google ließ nicht lange auf sich warten. Über seinen Wettbewerbsrechtsbeauftragten (Reuters) weist das Unternehmen auf ungerechtfertigte Eingriffe hin. Diese Maßnahme, sagte sie, würde die Autonomie von Geräteherstellern beseitigen, die bereits KI-Erlebnisse personalisieren.

Der amerikanische Riese betont das offene Ökosystem von Android ermöglicht bereits den Erfolg von KI-Assistenten. Google warnt vor allem vor Risiken.

Laut Google würden die Maßnahmen „ Zugriff auf sensible Hardwaredaten „und würde Kompromisse eingehen“ Schutz der Privatsphäre und Sicherheit europäischer Nutzer „, während gleichzeitig die Kosten steigen.

Was sind die nächsten Schritte?

Die Europäische Kommission hat bis zum 13. Mai 2026 eine öffentliche Konsultation eröffnet, in der interessierte Parteien ihre Meinung äußern können. Eine endgültige Entscheidung, die die verbindlichen Maßnahmen enthalten wird, muss noch vor Ende Juli getroffen werden.

Kommt Google den endgültigen Vorgaben nicht nach, sieht die europäische Digitalmarktverordnung schwere Sanktionen vor. Dem Unternehmen drohen Geldbußen von bis zu 10 % seines weltweiten Jahresumsatzes.