Für Mobilfunkteilnehmer beginnt eine neue Seite. Der Betreiber hat eine Entscheidung formalisiert, die einen Bruch mit der üblichen Marktpraxis darstellt: die Erhebung von Ausstiegsgebühren auf alle seine Pakete ohne Verpflichtung. Diese Maßnahme wurde den Kunden per E-Mail mitgeteilt und tritt am 27. Juli 2026 in Kraft und betrifft sowohl neue Abonnenten als auch bestehende Kunden. Dies ist eine Verallgemeinerung einer Politik, die ein Jahr zuvor für das preisgünstige B&You-Sortiment eingeführt wurde.
Welche Pakete sind von dieser neuen Maßnahme konkret betroffen?
Die Liste der Angebote, die von diesen neuen Kündigungsgebühren betroffen sind ist erschöpfend und deckt nahezu den gesamten Katalog ohne Verpflichtung des Betreibers ab. Betroffen sind Einstiegspakete wie die 2h-1-GB- und 5-GB-Angebote, einschließlich der „Petits BiG“-Reihe, die für den bescheidensten Geldbeutel konzipiert sind.
Sonderserie 20 GB und 130 GB bleiben nicht verschont, genau wie bei den Premium-Tarifen Bietet 150 GB, 200 GB und 300 GB mobile Daten. Zum anderen Abonnements mit einer Laufzeit von 24 Monatendie oft mit dem Kauf eines Smartphones verbunden sind, sind von diesen 5-Euro-Gebühren nicht betroffen, unterliegen aber weiterhin ihren eigenen vorzeitigen Kündigungsbedingungen, die möglicherweise deutlich teurer sind.
? Bouygues Telecom schlägt erneut zu …
Nach der Stornogebühr von 5 CHF für B&You-Tarife gilt diese unverbindlich auch für alle Bouygues Telecom-Tarife!
Dies gilt ab dem 27. Juli für alte und neue Abonnenten!
DANKE @MisterEvans78 ! https://t.co/bgHduLqLXq pic.twitter.com/LYGjJeEN65— Tiino-X83 (@TiinoX83) 24. März 2026
Wie können Abonnenten reagieren und diese Gebühren vermeiden?
Angesichts dieser Vertragsänderung schützt die Gesetzgebung die Verbraucher. Gemäß Artikel 224-33 des Verbraucherschutzgesetzes haben Kunden ein Zeitfenster von vier Monaten Nach Erhalt der Mitteilung können Sie Ihren Vertrag kündigen, ohne die 5 Euro zahlen zu müssen. Nach diesem Zeitraum gelten die neuen Preisbedingungen grundsätzlich für alle Abreiseanfragen.
Bouygues Telecom legt jedoch fest, dass Ausnahmen vorgesehen sind. Diese Gebühren werden nicht erhoben im Falle von „ höhere Gewalt », wie z. B. Entlassung oder Krankenhausaufenthalt. Um den Kunden die Navigation zu erleichtern, wurde ein Simulator online gestellt auf der Website des Betreibers, um mögliche Abfahrtskosten basierend auf seinem Angebot und seinem Dienstalter abzuschätzen.

Welche Auswirkungen hat diese Entscheidung auf den Telekommunikationsmarkt?
Diese Initiative ist eine Premiere in Frankreich und könnte die Spielregeln durchaus neu definieren. Das eigentliche Konzept des „No Commitment“-Pakets, das vor mehr als einem Jahrzehnt demokratisiert wurde, basierte auf der Freiheit, den Betreiber zu wechseln jederzeit und ohne finanzielle Einschränkungen. Auch wenn die Summe von 5 Euro bescheiden erscheint, ist es das Prinzip, das durch diese neue Preispolitik in Frage gestellt wird.
Der Betreiber macht vorerst einen Alleingang. Seine HauptkonkurrentenOrange, SFR und Free Mobile bieten für ihre unverbindlichen Angebote eine kostenlose Stornierung an. Es bleibt abzuwarten, ob dieses Manöver andere Akteure in der Branche auf schlechte Gedanken bringt oder ob es in der französischen Wettbewerbslandschaft eine Ausnahme bleiben wird.